Sonntag, 28. November 2010

Thanksgiving. Aka das Fest der Idylle.

Das urtypischste amerikanische Fest! Und da man da nett und dankbar ist und teilt und so, wurde die arme deutsche Austauschstudentin kurzerhand mit ins amerikanische Hinterland mitgenommen. Wir hatten ab Mittwoch frei, das Fest an sich war Donnerstag. Und anders als erwartet, den vielen guten amerikanischen Filmen zum Dank Äh, und es war auch meinen Grundvorstellungen von feierlichen Festtagen und freudigem Beisammensein zuwider. Wir haben bei Natasha's Tante mit so circa 20 anderen Verwandten gefeiert; jeder brachte etwas zu Essen mit, typischen Thanksgivingessen wie Truthahn, mashed potatoes, gravy (irgendwie ne helle Sauce), Stuffing (Numnum! Ich leite mal vom Namen ab, dass das ursprünglich das Zeug war, was man in das Vieh reinstopfte. Heutzutage gibt es das natürlich als Fertigprodukt, man muss nur noch Brühe oder das was aus dem Vogel rausgesippt ist dazu giessen), Pies (Sweet Potato, Apple, Lemon), und so mit. Das Essen wurde von den Frauen zubereitet, angeschnitten, aufgetischt (Buffett), abgeräumt, gespült, mitgegeben. Wie nett. Die Männer guckten währeddessen Football. Auch während des Essens. Ich Ethnozentriker und vielleicht auch Romantiker dachte, dass man sich zusammen an einen Tisch setzen würde. Das tat man aber nicht, man setzte sich mit dem Essen (stillvoll auf Styroportellern und Plastikbesteck) vor die Glotze.Und dass, nachdem man zuvor in einem Kreis, wo sich alle an die Hände packen gesagt hat, man sei für die Familie und das heutige gemeinsame Beisammensein dankbar. Nun gut, es ist eine andere Kultur und da darf man nicht richten. Bilder:

Turkey mit gravy, potato salad, mashed potatoes, maccaroni n cheese, deviled eggs, green beans, stuffing, roll




 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen