Sonntag, 26. September 2010

Wie wär's mit Strand & Hallow-Scream ?!

Gestern soll der letzte Sommertag hier gewesen sein. Fortan sollen es nur noch unter 30°, ab und zu mal Wolken und sogar Regen sein. Deswegen ging's gestern zum Strand (äh, das ist nicht ganz korrekt. Der Trip war vom International Office organisiert (schon Monate vorher) und viele dachten, dass der Termin zu spät im Jahr liegen würde -> evtl. nix mit Sommer, Sonne, Strand und Meer... äh, egal)! Ort: Virginia Beach! Und wenn man nach VA Beach fährt, kommt man an Norfolk vorbei, dem größten Militärhafen weltweit (Yay!).



Atlantik!!!
Exchange Students mit merkwürdiger Amerika-Affinität

Nein, nein.

Am Tag davor war Hallow-Scream-Action in Busch Gardens (nem fetten Freizeitpark hier). Gab ermäßigte Studi-Karten und Transfer vonna Uni hin und zurück. Hab ich schon erzählt, warum der Spass hier College of William and Mary und nicht Uni heißt? Nach offiziellen Kriterien wäre es 'ne Uni. Uni ist durch Graduate-Programs (Kannste nen Master und/oder PhD machen) definiert. Colleges bieten nur Undergraduate Studies (alles bis zum Bachelor an). Es gibt zwei verschiedene [ich wurde kurz von einem Feueralarm unterbrochen und musste mich unter ekligster Geräuschkulisse nach draußen bewegen] Colleges: 4-Jahres und die sogenannten Community-Colleges, wo man zwei Jahre studiert und dann damit seine Assiciates kriegt. Die sollen eher so wie Schule sein und man kann danach auf ein normales College oder ne Uni wechseln. Der Vorteil dieser Community Colleges ist, dass sie nur ca. 2 000USD im Jahr an Gebühren verlangen, wohingegen mein kuscheliges College von In-State (=Virginia)-Students 16 000USD und von Out-State-Ones 25 000 pro Jahr verlangt. Und das hier ist ne staatliche Schule! Und wenne z.B. Dental Hyginiest werden willst, reicht dafür die zweijährige Community-College-Ausbildung. Zurück zu Willl and Mary: "Wir" haben verschiedenste Grad-Schools (Law, Business, Psy,... oh, wusstet ihr, dass man für bestimmte Berufe wie Law oder Medicine voher einen Bachelor machen muss und dann noch mal nen ganzes Studium drauf satteln darf? Dabei ist es egal, ob du mit dem Theater-Bachelor oder einem in Chemie ankommst. Generell muss man für alle GradSchools immer auch noch einen Eingangstest machen (den GRE) plus Bewerbung plus Notendurchschnitt). Aber da das hier das zweitälteste College (nach Harvard, aber "wir" haben das älteste Uni-Gebäude in USA ever) ist und viel mit Tradition und so wurde der Name nie gewechselt. The College of William & Mary. The University of William & Mary. Hm. Ersteres ist irgendwie auch ästhetischer.

Sihan, Catherine




Dienstag, 21. September 2010

Potpourri!

Heute bin ich ein wenig durch den Wind - nachdem ich auf vier Seiten (singlespaced) eine Patientin mit Agoraphobie PSYCHOANALYTISCH analysiert habe. Nett, nett. Nicht, nicht.
Zudem habe ich versucht aus Cookie-Teig eine 22 zu backen (Geburtstagszahl, näh?!) und stattdessen ist es ein "SS" geworden... Das ist unschön, das wollen wir nicht.

Zudem verspüre ich schon seit längerem den Wunsch euch das Partyleben näher zu bringen, aber das ist so schwer! Es ist so anders. Bisher ergibt sich folgendes Bild: Amis können nicht feiern. Multiple Gründe. a) kein Alkhol (Gesetz) b) doch Alkohol, aber halt überhaupt kein Gespür dafür. c) Hast, weil illegal, schnell viel irgendwo reinzukippen. Drei mal durfte bisher ich persönlich miterleben, wie Freunde und/oder Suitemates (Peoplz mit denen ich mein Bädlein teil; 2 Zimmer, dazwischen ein Bad, zugänglich von beiden Zimmer) und alle drei sind sonst wirklich vernünftige, erfahrene und tolle Menschen!, so betrunken waren, dass sie enorm oft erbrochen haben, keine Erinnerung hatten und wir als Aussenstehende jeweils drei mal überlegt haben die Ambulanz zu rufen. Das ist mehr Alkileichen-Erfahrung als in 23 Jahren zuvor.
Weiter mit der List: d) Drecks-Bier. Deswegen Shots. Bevorzugt Vodka. Da alles in den USA größer ist (Duschgel, Milchflaschen, Grillen, Schmetterlinge) sind natürlich auch die Vodkaflaschen nicht 0,7 sondern eher so 1,5 (die rechnen hier in ounces. Kann das nicht korrekt einschätzen) e) merkwürdige, überfüllte Partys, die erst um 23 beginnen, bis maximal 2Uhr gehen oder vorher wegen Überfüllung geschlossen werden f) der Tanzstil! Reibung. Meine europäischen Augen sind dafür zu prüde. Verwirrt mich. Das sehen die nicht als sexuell an! Gestern wurde die Kastration eines Hundes mit schwarzen Balken versehen, aber das Tanzen geht in Ordnung??? Tsstssstsss.

Frats. Burschenschaften trifft es nicht ganz, da sie ihr Dasein hier mehr der Gemeinschaft widmen. Is so mehr Transparenz und Party für alle. Ist der einzige Ort auf dem Campus, wo man es auf Party Alkohol geben darf. Und wenn man ein Problem (mit zu viel Alkohol) hat, geht man da hin und die kümmern sich um einen. Ehre, Tugend und so. Ist da ganz wichtig. Dann geht's aber ab. Der Chef der Fraternity kommt und nimmt das Ruder in die Hand. Sehr hierarisch. "XY, räum den 3. Stock!" "Piotr, hast du getrunken?!" "Nein, ich bin sober." ... Und sie fühlen sich wichtig. Ganz wichtig. Das berechtigt sie, wie in schlechten amerikanischen Filmen zu reden.Ja, und und sogar zu raunen: "Wie heißt du?" "Pia." "Gut, Pia. Hör mich jetzt genau zu. Ich will, dass du das und das machst... (= mit meiner Suitemate nach Hause fahren. Und auf sie aufpassen. Brilliante Ideen haben die Fratler).

Als Abschluss dieses unkoordinierten Wirrwarrs gibt es noch Bilder. Einmal von meiner Roommate (sie sieht da irgendwie indisch aus. Isse aber nicht. Und sie ist toll. Wirklich ziemlich toll. Und hübsch dazu. Und unkompliziert. Aber ich wohne auch erst 4 Wochen mit ihr zusammen) und einmal von meinem Zimmer. Vorher gab es nur Ausschnitte und ich schrieb, dass mein Zimmer ziemlich hübsch ist... Es ist immer noch okay, aber halt amerkanisch, Wohnheim, unruhig und ein bißchen zugebaut. Ich will nicht, dass meine Gäste, von denen der erste in 2 Wochen hier eintrudelt, ganz falsche Erwartungen haben. Here you go.


Natasha

Es passen aber auf jeden Fall 3 Isomatten hier rein. Auch wenn es grad nicht so aussieht :)

Donnerstag, 16. September 2010

Hurray! Oktoberfest in the cafeteria!!!




Es wurde Musik gespielt, die sich gewiss bayrisch anhören sollte, aber dann doch eher etwas von texanischer Countrymusik hatte. Aber versucht haben sie es! Es gab so viele "deutsche" Gerichte - auf den Bildern unten kann man einige der Köstlichkeiten erkennen. Sie liessen Deutschland sehr kulinarisch, gesund [sie haben Unmengen an Obst aufgetischt] und extremst cool wirken.

Marcel und Femke aus Münster


Stollen - was sonst Anfang September ?!

Kirsch Schwarzwalder

Happy German & happy American
German Food aus der Nähe
Brot! Brot! Brot!





Freitag, 10. September 2010

Tracking Caloric Content in Food Images: Examing the Relationship between Eating Behavior and Competing Attention

Man nehme eine Flanker-task
Wikipedia: "The Eriksen flanker task is a psychology paradigm. In a visual experiment the participant is expected to respond to a centered and directed item surrounded or flanked by distracting symbols like arrows or letters. They are called "congruent" if they all point to the same direction, the subject will have a short reaction time and performance is more exact. Flanking arrows that point to a different direction are therefore incongruent and correspond to a slower reaction time and less accurate performance."

Man lasse die Teilnehmer Essen als typisches Frühstücks- oder Abendessenessen klassifizieren.

Man schaut nun, wie unsere TN auf Bilder mit inkongruentem Kaloriengehalt reagieren (= via Reaktionszeit).

Hypothesen 1: Restrained Eaters (Freundinnen auf Diät) brauchen länger, wenn Kaloriengehalt inkongruent.
Grund: Weil sie einen attentional bias towards food cues haben. Unseren nicht-restrained eaters ist es egal, was für Distraktoren da rum schwirren = verarbeiten die nicht = brauchen nicht so lange wie restrained eaters. Und besonders im Falle von Inkongruenz sollen unsere restrained Menschen viel langsamer sein, da sie die Inkongruenz verarbeiten = müssen erst mal drauf klarkommen = kostet Zeit.

Hypothese 2: (Dis)Inhibition. Hat meine Fähigkeit Reize zu unterdrücken einen Einfluss auf meine Reaktionszeit? Disinbition is nen großes Ding in der Diätforschung und wird als eines der zentralen Faktoren für eine erfolgreiche Diät gehandelt. :)


Hypothese 3: Craving. Was du auch immer cravst (Zucker, Fat, Carbs und als special gimmick für die Amis noch eine FastFood-Craving-Scale) wird deine Reaktionszeit beeinflussen. Muss mir noch anlesen, in welche Richtung.
Grund: Craving verursacht ebenfalls attentional bias. Könnte zumindest sein.

Ja, so ungefähr ist das Grundgerüst. Ich muss mich noch mächtig schlau machen, aber die Richtung ist so in etwa klar.

Montag, 6. September 2010

Mach's wie die Kitty und geh Hiken!

 Da siehste nette Natur.Wie waren an einem der beiden Flüsse, die die Landzuge auf der Williamsburg liegt umschließen, wandern. Ist jetzt nicht so beeindruckend wie Fidschi oder Schottland, aber immerhin.

Finde die Butterfliege!

Donnerstag, 2. September 2010

Uni / Schedule

Der primäre Grund meines Aufenhaltes ist mein akademischer Fortschritt. Es wird also Zeit, etwas über die Vorlesungen, Seminare und Co zu erzählen.
Mein Schedule.
Ich habe ein Seminar das "Writing and Research American Style" heißt. Da sind nur international students drin und wir müssen viel viel schreiben. Paragraphen, Essays, ein research proposal. Und haben wöchentlich einen Feedback-Termin mit unserer Professorin.Wir lesen da auch, ausschließlich Traveller-Literature. Eines Tages muss ich eineN deutscheN AutorIn vorstellen, die/der unser feines Heimatland beschrieben hat. Prosa, etc. geht auch. Habt ihr Ideen, wen ich vorstellen könnte?? Am besten jemanden, dessen Werke auch in englisch veröffentlicht wurden. An drei Tagen die Woche sitze ich 50 Min. in diesem Seminar.
Mein zweites Seminar ist offiziell eine Vorlesung, wobei man in einem Seminarraum sitzt und wir auch nur 30 Leute sind. Lehrveranstaltungen finden hier immer statt. Ich hatte mich ein wenig für ein Black Writers in English Literature interssiert. Ich war die Einzige und hätte ich mich dafür eingeschrieben, hätte ich ein halbes Jahr Einzelunterricht gehabt. Nun fällt es leider doch aus, weil ich mich nicht dafür gemeldet habe. Oh, das Thema meiner Vorlesung ist Abnormal Psychology = Klinische. Ist nett und man lernt viele sinnvolle Dinge über Klinische. Blöd hier ist nur, dass ich drei Exams habe, dass erste in 11 Tagen. Bäh. Auch 3 x 50 Min.
Mein drittes Seminar heißt Research Abnormal Psych + Lab. Auch hier geht es wieder um Klinische Psychologie und unser Prof ist ein Fan von Schizophrenie =  bisher unser Hauptaspekt im Seminar. Das ist gut, denn ich wusste vorher wirklich wenig über Schizophrenie. Parallel dazu geht es auch viel um die Definition von Mental Disorder/ (Ab-) Normalität / (Dys-) Funktionalität; konstruktivistisch, essentialistisch, etc. Ein bißchen philosophisch und zeitgleich mal angenehm kritisch gegenüber uns Health Professionals. Im Lab lernen wir dann Hautwiderstandsmessungsmöglichkeiten, EEG und irgendwas Drittes kennen, wo ich nicht weiß, was das ist. Auch wieder ein Research Propsal. Nach Bilsky und den beiden Research Proposals hier sollte ich wirklich wissen, wie ich meine DiplArbeit zu schreiben habe. Zeit für das letzte Seminar: 3 x 1Std 20Min.
Mein viertes Seminar ist Independent Research bei der Professorin, bei der ich meine Diplomarbeit schreibe.
Summe: 12 credits. = Pia ist ein toller toller full-time-student in Usa.

Lesen.
Die lesen hier mächtig viel. Dafür machen die halt weniger mit Anwesenheit. Prokrastinierern kommt die Stoffvermittlungsmethode nicht ganz so entgegen.

Prüfungen.
Im Regelfall zwei pro Semester. Im Semester. Mulitple-Choice und so. Typische Bachelor-Klausuren, glaub ich. Muss mal schauen, wie ich mit denen zurecht komme. Plus Hausarbeiten/ Papers. Das bin ich nicht gewohnt!!! Ich hoffe ich habe einen kleinen international-student-bonus.

So, genug für heute, beim nächsten Mal gibt es eine ausführliche Beschreibung meines entzückenden Diplomarbeitthemas!