Donnerstag, 26. Mai 2011

Portland.


Ich muss Staedte erlaufen koennen, bevor ich sie mag. Oder sie muessen klar strukturiert sein, durch Huegel, Fluesse, Seen. Kontrolle. Vielleicht mochte ich Chicago deswegen auch nicht so. Wegen der Groesse und alles ist ineinander uebergegangen, die Stadtteile waren nicht klar vom Zentrum getrennt. Alles klebte zusammen. Und Downtown ist viel ein Labyrinth, die ganzen Wolkenkratzer verwirren und klauen Licht. Von Fluss aus, in gewisser Entfernung und in sozusagen aus einer Lichtung heraus, machten sie aber dann doch einiges her.

Das ist mein Lieblingsskyscraper in Chicago und dazu der einzige, der von einer Frau entworfen wurde. Die "Aufsaetze" sind Balkone.

Vielleicht sollte ich zum Thema Der Einfluss von Wetter, Reisebegleitung und Unterkunft auf Urlaubserlebnisse mit Unterscheidung zwischen Gross- und Kleinstadt promovieren. Waere doch spannend und fuer die Tourismus-Industrie aeusserstes wertvoll. Egal, weiter mit der Staedterezension: Portland, Orgon.
Erst war ich ziemlich begeistert. Ist viel knuddeliger als Chicago. Ueberschaubar, oeko, gruen, gepflegt, hip. Extrem hip. Jeder zweite Mensch hat eine Brillengestell a la moi auf der Nase (nicht, dass ich besonders hip waere. Nur meine Brille ist es). Wie Paris, nur nicht chic chic sonder alternativ-oeko-hipster-chic. Und ueberall Frozen Yogurt. Ist von der Konsistenz wie Soft-Eis, aber schmeckt herrlich frisch nach Yogurt (ist auch uebelst gesund mit um die 20Kal pro Ounce, so ne normale Portion hat vielleicht so 60 - 100 Kal) und ueberlicherweise Toppings nach Wahl. Lecker und gesund: Obst, nicht so gesund: Suesskram als Obendrauf.
Hanseul ist gerade Fro Yo. Und wie man sieht, macht das die Menschen gluecklich.
Portland ist ausserdem die Rosen-Stadt der USA . Ham als Deko zur irgendner Expo 1906 Rosen fuer Umme an die BewohnerInnen verteilt, unter der Praemisse, dass diese die nah an die Strassen pflanzen. Wenn man dann schon so rosenaffin ist, hat man im 2ten Weltkrieg den Rosenzuechtern Europas signalisiert, dass man gerne ihre Rosen beherbergt, wenn der Krieg durch ihren Vorgarten fegte. So wurden tausende von Rosen nach Portland geschickt. Heute gibt es einen internationalen Rosen-Zucht- und Testgarten dort und ein jaehrliches Rosenfest.


Das Bild hat weniger was mit Rosen zu tun. Aber ist das einzig halbwegs nette aus Portland. Ist eher so ne fuehl-Stadt als ne photogene.

Oh, muss Pasta essen gehen. Das Hostel hier (Seattle) hat jeden 2ten Tag Abendessen fuer seine BewohnerInnen. Man muss aber puenktlich sein. Sonst schlecht. Bis spaeter!
Erst war sich ziemlich begeistert. Doch dann habe ich Seattle kennen gelernt.

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