Samstag, 6. November 2010

Mittwoch, 3. November 2010

Potpourri II

Mein Leben geht drunter und drüber und so müsst ihr verzeihen, dass auch dieser Text ein wenig ungeordnet erscheinen mag.
Es ist kalt hier. Man konnte gerade (abends) meinen Atem sehen!!! Wir erreichen tagsüber nur noch um die 14°, nachts ist es bitterkalt und die Heizung gibt nur laue Lüftchen von sich und ist nicht regulierbar. Nicht regulierbar ist insofern gut, denn ich habe den Eindruck dass die AmerikanerInnen extreme Temperaturen mögen. Im Sommer wird die Zimmertemperatur auf angenehme 16° runtergekühlt und einige Seminarräume werden jetzt auf gefühlt 30° aufgeheizt. Die Usa sind einfach ein wenig aus der Balance. Zumindest erspart mir die externe Kontrolle der Heizung das AirConditionHinundHer, welches ich (und auch Sandra und Jens :) ) mit Natasha hatten. Noch steht das sperrige Ding im Fenster, ich hoffe, dass wir es bald wegräumen können.

Mein Paket mit der Dr Bronner Seife braucht sechs Tage. Innerhalb der USA. Nachdem es aufgegeben worden ist. Das ist länger als ein Paket nach Deutschland. Warum? Oh, und Dr Bronner Seife ist hoffentlich ganz großartig, denn selbst ich erkenne die Zutaten! So wenige, so überschaubar! Und der Erfinder war nen Schizo und hat es trotzdem zu was gebracht. Das ist doch fein. Er hat auch vorgeschlagen mit der Seife seine Zähne zu putzen...Diesen Geistesblitz attribuiere ich auf seine Krankheit. Wer würde sich Seife auf die Zahnpasta schmieren? Und wo bleibt da das Fluorid?

Ich löffle nebenbei Ben&Jerrys Mud Pie Icekrem. Schoko, Irish Likör Eiskrem und Schokocookies. Ziemlich gut. Davor habe ich ein gutes Freud-Paper gelesen. Zum Thema Tagträumen. Die Forschung zu Tagträumen hat seit den 60ern ziemlich ausgesetzt und so ist Freud eine der primären Quellen die man ergattern kann. Und er sagt viele nette Dinge. Das Paper war überhaupt nicht merkwürdig oder verwirrend! Warum erscheint mir das so? Vielleicht bin schon zu lange hier? Glaub eher nicht. Der Text war eine englische Übersetzung, die AmerikanerInnen habens mit kurzer, prägnanter, ja, vielleicht einfacher Sprache (s. generelle Sprachstruktur) und so konnte man fliessend und angenehm überraschend Freud lesen.

Ansonsten ruminiere ich immer noch über meien Rückflug im Sommer/Frühjahr nächsten Jahres. Soll ich nach Vorlesungsende noch reisen? Will ich noch reisen? Wie lange? Wohin? Ab wo buche ich meinen Rückflug? Ja, das Leben ist nicht einfach. Oh, und ich müsst mir die Daumen drücken, dass die gute Reckert mich eine der Prüfungen vorziehen lässt. Sonst wäre Therapieausbildungsanfang 2011 per se nicht zu schaffen.
Frage 2: Soll ich lustige amerikanische oder überhaupt Medikamente gegen meinen Nagelpilz nehmen? Es hält nun schon so lange an und macht sich einfach nicht gut und die Lacke fruchten nicht so wirklich. Wiederum geht das Medikament (Lamisil) gut auf die Leber und muss für 3 Monate eingenommen werden....
Bitte nehmt mir Entscheidungen ab! Bitte ratet mir, was ich tun soll.

Ich habe das amerikanische Wahlsystem schon in Deutschland hausend nicht verstanden und leider hat sich mein Wissen auf dem Gebiet nicht sonderlich vergrößert. Aber: heute waren Wahlen für das House of Representatives in einigen Bundesstaaten (aber eben nicht in allen und auch nicht für alle Abgeordnete aus diesem Bundesstaat) und die Republikaner haben abegeräumt. America's Idol hat überigense eine größere demokratische Legitimierung als politische Wahlen, da sich dort viel mehr Leuten bei den Abstimmungen beteiligen. Und ihre Stimme direkt gezählt wird und nicht immer so federal zerhackstückelt. Die Studentin, die mir hilft, wusste nicht mal, dass heute die Wahlen waren. Und meine Mitbewohnerin hatte keine Zeit zu wählen. Rugby-Practice, nen Orgasmus-Film und so.

Oh, nun noch meine letzte Sorge: hier ist ja alles immer hierarisch. Seniors stehen über den Freshman usw in Bezug auf Housing, Parkplätze und Seminare!!! Letztes Jahr durften wir exchange students als erste von allen wählen, nun sind wir in der Hackordnung nur noch vor den Frehman (hinter senios, hinter juniors und hinter den sophomores! Dabei sind wir doch alle schon sooooo alt und nur sooooo kurz hier!) = Pia kriegt nur blöde, langeweilige, shitty crap-classes. Buhuu.

Samstag, 30. Oktober 2010

Halloweeeeeeen.......


Die haben international students gemacht. Heute abend ist schon viel Halloweenzeug (so gehe ich gleich zur Zombie-Apokalypse) und morgen geht's dann richtig los. Ich gehe als... na, ich verrat's mal nicht und stell morgen ein Bild rein wo ihr dann raten dürft! Is aber schwer. Deswegen villeicht auch nicht soooo lustisch.
Also, an alle: Happy Halloween![Ist das unser Erntedankfestäquivalent?]
Gut, hier isses nun Nachti. Wir wollten auf eine queer-halloween-party gehen, aber irgendwie haben wir immer noch nicht den amerikanischen highpoint (=23Uhr) verinnerlicht und trafen dort erst so um 00.30Uhr ein. 10 Minuten später wurde die Partie von der Polizei beendet. Wie traurig ist das??? Aber vorher war ich noch - wie oben erwähnt - Zombies schießen. Mit Nerfguns. Die "Patronen" haben vorne nen Saugnapf und dahinter Schaumstoff. Man musste aber hypercool den Abzug nach jedem Schuss nach hinten ziehen und stilvoll nachladen. Morgen geht's dann artig am Reformationstag inne Kirche, dann zum Halloween-Konzert, evtl. ein wenig Trick 'n Treat und abends feiert meine Suitemate ihren 22ten Geburtstag. Yay.
So, nun, was verköpere ich? Bisher hat es noch niemand auf Anhieb erraten können.


Die Schuhe, die ich trage habe ich für 4 USD (keine Ahnung, so um die 3,20€ oder so) im SecondHandStore erworben. Die sind übelst bequem und von Ecco. Und halt günstig. Und schauen wie neu aus. Habe mir ein wenig vorgenommen vielleicht nur noch in thrift stores einkaufen zu gehen? Wär schon gut, näh?!

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Washington

Jens vor'm Capitol

Sär koms ohl se iwihl fromm
Ja, die Photoausbeute aus Washington ist überschaubar, da meine kleine knuddelige Kamera meistens von Jens' Riesen-Vieh ausgestochen wurde. Und das Jens Riesen-Vieh auch ne Riesen-Speicherkarte hat passt diese Speicherkarte nicht in meine kleines knuddeliges Kartenlesegerät. So ist das Leben. Eine Photoschau wird nachgeholt, da Washington wirkloch ein feiner Fleck ist!
Groß (AmerikanerInnen interssieren sich nicht für EinwohnerInnenzahlen. So findet man auch keine Angaben dazu in ihren Reiseführern), dafür aber unglaublich grün und ruhig/entspannt und sooooo viele Museen! Und alles umsonst - ein Traum. Capitol, weißes Haus, sogar der Zoo, und Co, alles für Umme. Die Museen sind alle bilden ein Spalier zwischen Capitol und dem Fluss, in der Mitte ist eine riesige Rasenfläche, und werden die Mall genannt und von Smithsonian betrieben. Wir waren im botanischen Garten, im Native Americans Museum und auf'm Monument, nem Obelisken-Aussichtsdingens. Und mein erstes Chinatown habe ich gesehen (da gab's nen Vapiano und die hatten auch alles auf Chinesisch da stehen).
Es schein hier üblich zu sein, sofort die Rechnung untergejubelt zu bekommen, ohne danach zu fragen. Das wirkt immer ein wenig rausschmeissermäßig, aber nun gut. Anderes Land, anderes Verhalten & so.
Nach einer Nacht in nem Quäker-Hostel (William Penn House, sehr nett) sind wir mit dem Greyhound nach Charlottesville gefahren, aber das ist eine gaaaaanz andere Geschichte und wird beim nächsten Mal erzählt (also jetzt nichts besonderes oder spannendes oder so, will halt jetzt nur diesen Eintrag beenden).

Donnerstag, 7. Oktober 2010